Verfasst von: Bri | 12. Mai 2013

John Keats + SciFi = Perfektionismus

John Keats war einer der wichtigsten Dichter der englischen Romantik und ist früh mit 26 Jahren an Tuberkulose 1821 in Rom gestorben.
Das vorliegende Buch ist eine Hommage an den für viele Menschen „perfektesten Dichter“. „Hyperion“ und „Fall of Hyperion“ sind auch zentrale Werke von Keats.
Vielerorts begegnet er uns im Buch, eine Stadt ist nach ihm benannt, Gedichte in seiner emotionalen Ausdruckskraft sind im Original im Buch abgedruckt, eine Hauptperson war die große Liebe von Keats. Ein Cybrid ist eine fast getreu Kopie des Dichters und es wird auch die alte Stadt Rom in dem Zeitalter wo Keats dort gelebt hat, besucht.
Was erleben wir noch in diesem Science Fiction Buch? Ja, es ist trotz der grundlegenden romantischen Stimmung eine Space Opera, aber eine die uns die untergegangene Erde immer wieder nahe bringt.
Die Rahmengeschichte handelt von dem Planeten Hyperion. Dort scheint sich die letzte Schlacht der Ousters und der Hegemonie abzuspielen, eine Krise bahnt sich an.
7 Personen – eine Primzahl – machen sich auf die Pilgerreise nach Hyperion um das Shrike – das Gottgleiche Wesen – zu besuchen. Jeder hat seine eigene Geschichte warum er die Reise antritt. In diesem Buch werden die Geschichten erzählt.                                                                                                                                                                                                             Hyperion
Es sind traurige, betroffen machende Erzählungen, jede Person erhält eine eigene Erzählart, Simmons variiert geschickt die einzelnen Charaktere in seinem Schreibstil, so dass sie sehr authentisch wirken. Glaubt man noch, dass die eben erlebte Geschichte jetzt den Höhepunkt darstellt, toppt die nächste die vorherige wieder.
Nach jeder Erzählung weiß man mehr über das Imperium und kennt Hintergründe der Hegemonie. Das Shrike und Hyperion wo sich die Geschichten alle treffen, werden mystischer und geheimnisvoller. Nach der letzten Geschichte hört das Buch einfach auf und wird in „Fall of Hyperion“ fortgesetzt und aufgelöst.
Selten habe ich eine solch sagenhaft gut erzählte Sf-Geschichte gelesen, die scheinbar von 6 verschiedenen Personen geschrieben, doch in sich einen Zusammenhalt bildet und als Grundstimmung die Sehnsucht der Menschheit nach Antworten, Geborgenheit und Liebe in sich beherbergt.
Ja all dies ist auch eine Sf-Geschichte mit Raumschiffen, Portalen in andere Welten und vielen anderen technischen, sozialen Ideen.
So muss ein perfektes SF Buch aussehen!

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Informationen zum Autor findet ihr auf dessen Homepage und zum Buch auf der Verlagsseite.

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