Verfasst von: Bri | 21. Dezember 2012

Geschenktipp No. 7: Für literarische interessierte BienenbetörerInnen

Die geheime Welt der Bienen

Lily ist 14 Jahre alt und Halbwaise. Sie  verlässt ihr Elternhaus, das für sie kein Ort der Liebe und Geborgenheit ist, als das schwarze Hausmädchen Rosaleen, auf ihrem Weg zur Wählerregistrierung von drei weißen Männern angefeindet, wegen Beleidigung ins Gefängnis gesperrt und dort schwer misshandelt wird.
Das Jahr, in dem die Geschichte spielt ist das Jahr 1964 – kurz nach Inkrafttreten des Bürgerrechtsgesetztes, das die schwarzen Bürger Amerikas erst zu Bürgern machen soll.
Der Ort, von dem Lily und Rosaleen gemeinsam flüchten ist ein Ort in South Carolina, den Südstaaten der USA. Lily hat keinen Plan, wohin die Flucht sie führen soll, sie weiß nur, dass sie die Spuren ihrer Mutter finden muss. Die schwarze Madonna auf dem Etikett eines Honigglases ist ein Fingerzeig in die die richtige Richtung. Nämlich zu Augusta Boatwright, die den Honig herstellt und mit ihren beiden Schwestern in einem rosa Haus lebt.
Und weil Augusta ebenfalls schwarz ist, nimmt sie Lily und Rosaleen bei sich auf …                                   Die Bienenhueterin von Sue Monk Kidd

Die Bienenhüterin ist ein wunderbares Buch, das auf den ersten Blick vielleicht ein wenig
klischeehaft oder einfach geschrieben erscheinen mag. Bei näherem Hinsehen lösen sich die Klischees in Luft auf und hinterlassen wunderbar gezeichnete Personen. Und der eher einfache Schreibstil, der zwar vorherrscht, da die Geschichte von einer 14jährigen erzählt wird, wird immer wieder durch kurze Passagen unterbrochen, die Diamanten gleich aufblitzen.

Mir persönlich hat dieses Buch viel gegeben, mehr als ich zu Anfang gedacht habe. Der Verlust der Mutter ist immer ein schwerer Einschnitt, egal in welchem Alter, egal unter welchen Umständen das passiert. Egal, wie die Beziehung war – sie ist, ob man das möchte oder nicht, ein Teil von einem selbst. Zu lernen, dass man diesen Teil selbst ausfüllen kann und muss, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht existiert, ist wohl eine sehr tiefgreifende Erfahrung, die jeder Mensch einmal machen wird.

Aber über all das Hinaus hat mich das Buch mit einer Welt in Verbindung gebracht, die geheimnisvoll ist und mir bisher noch nicht zugänglich war: Die Welt der Bienen. In diese Welt möchte ich gerne noch tiefer eintauchen, wie Lily.

Vielleicht kennt der Eine oder die Andere ja auch den wunderbaren Film – wenn nicht, dann guckt hier mal rein.

Und weitere Infos zum Buch erhaltet ihr hier. Viel Spaß beim Verschenken 😉 oder selbst lesen.

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