Verfasst von: Bri | 12. September 2011

Monsterwellen, Kavents- und Wassermänner

Ich liebe das Meer und bin fasziniert von Wellen, von Menschen, die sich in diesem Element wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser fühlen. Sogenannte Wassermänner gibt es viele – doch scheinbar nur einen wie Laird Hamilton. Er ist einer der „Erfinder“ des sogenannten Schlepp-Surfens: ein Surfer lässt sich von einem Jetboot auf eine Welle fahren, die er wegen der Schnelligkeit und Höhe der Welle alleine nicht erreichen könnte. Wellen die 18, 20, 26 Meter oder höher sind. Aber, so Hamilton: „ … wer nicht auf dem Bauch paddelnd auf eine neun Meter hohe Welle kommt, hat nichts auf einem Jetboot verloren. …“ Hier sind  Training, Professionalität und Können gefragt.

Solche Monster- oder Freakwellen entstehen den Wissenschaftlern und Wellenexperten zufolge, die Susan Casey für ihr Buch aufgesucht hat, immer häufiger. Gründe dafür sind der Klimawandel, die ansteigenden Meeresspiegel, häufiger und stärker auftretende Stürme. Da waren sie schon immer, die Freakwellen, doch wurden diese Geschichten häufig als Seemannsgarn abgetan. Erst seit der Tsunamikatastrophe vom 26. Dezember 2004 wird die Forschung in diesem Bereich verstärkt unterstützt und vorangetrieben. Denn eines ist klar: unsere Ozeane sind noch weitgehend unerforscht.

Entgegen meines ersten Eindrucks beschreibt Susan Casey nicht nur und auch nicht vor allem das Phänomen der immer häufiger entstehenden Monsterwellen, sondern begibt sich zusammen mit einem der größten Surfer unserer Zeit auf die Jagd nach ihnen. Eine Jagd, das wird bei der Lektüre quasi greifbar, die süchtig macht. Und wie für jede Sucht, bezahlt man auch bei dieser manchmal mit einem allzu hohen Preis. Dennoch kann ich der  Philosophie, die die Big Wave Surfer leben viel abgewinnen und beneide Menschen, die etwas gefunden haben, das sie so sehr ein abslolutes Glück empfinden lässt.

Wäre ich in der Buchhandlung auf das Buch gestossen, hätte ich es wohl in die Hand genommen, mir fasziniert das Cover angesehen, den Klappentext gelesen und es für mich als nicht allzu interessant eingestuft – weggelegt hätte ich es. So fand ich es kurz vor Weihnachten unverhofft in meinem Briefkasten vor. Und darüber bin ich sehr glücklich.  Denn die Lektüre hat mir wieder einmal einen neuen Blick auf die Wunder unseres Planeten verpasst und meinen Horizont erweitert.

Dank an den Verlag für das Exemplar, dank an Susan Casey für das Buch und großen Dank an die (Big Wave) Surfer aus Hawaii für ihre Philosophie.

         Weitere Infos zum Buch:

http://www.droemer-knaur.de/buecher/Monsterwellen.191305.html?

©BvF

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Responses

  1. Deine Rezension klingt absolut verführerisch und das Buch kriegt einen der oberen Plätze auf meiner Wunschliste.

    • Das englische Original ist mittlerweile als TB erhältlich … absolut empfehlenswert, Auch wenn man die Wetterlage in diesem Jahr mal wieder vor Augen hat …


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